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Dressur-Aufgabe
Einritt, Halten, Grußaufstellung !
Lässig geht die Hand zum Hut.
Schrecksekunde, Steißbeinprellung,
grinsen, weiter, stumme Wut.
Anlehnung in dieser Phase
vorübergehend leicht gestört.
Erster Trab mit hoher Nase,
Kommandogeber nicht gehört.
Schwankend dann mit Schwebetritten -
aus Gewohnheit linke Hand.
Geanu ! - Verkehrt ! - Bimm, bimm !" - Verritten !
"Hätt' man bloß hier nicht genannt !"
Blickkontakt hoch zur Tribüne:
"Trainer hilf ! Fällt Dir was ein !?"
Finsternis in dessen Miene:
"Wie kann man nur so dämlich sein !?"
Mentales Blei in Reiterfüßen,
Vollbremsung und Kurzkehrt links.
Dann wieder Gas, nach vorne schießen -
bisschen heftig allerdings.
Sportpartner Pferd bestimmt das Gangmaß,
auch wenn der Mensch am Zügel reißt.
Der Tisch, an dem die Kommission saß,
wirkt plötzlich irgendwie verwaist.
Offensichtlich "Fliehkrafteinfluss" ! -
Vielleicht auch Pferdesachverstand !?
Es geht auch rückwärts, wenn's mal sein muss.
Die Kaffeekanne rollt im Sand
von harten Hufen voll getroffen,
scheppert an der Wand entlang.
Pferdeaugen ganz weit offen,
akut gefühlter Sattelzwang.
Mähne gibt - weil eingeflochten -
in höchster Not nicht viel Halt.
Obwohl doch Mensch und Tier sich mochten,
trennt sie das Schicksal mit Gewalt.
Das Pferd, es buckelt erstmal weiter,
wirkt befreit, hat Riesenspass.
Von der Trage grüßt der Reiter,
im Gesicht einwenig blass.
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© G.A. Schulte Quaterkamp
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